Der mitten im tiefblauen Mittelmeer südlich von Sizilien gelegene Inselstaat Malta verzaubert Reisende als ein faszinierendes Freilichtmuseum unter der Sonne. Das Archipel – bestehend aus den drei Hauptinseln Malta, Gozo und Comino – blickt auf eine mehr als 7.000-jährige Geschichte zurück, in der Phönizier, Römer, Araber, der berühmte Malteserorden und die Briten tiefgreifende Spuren hinterließen. Das unangefochtene kulturelle Kronjuwel bildet die weltberühmte Hauptstadt Valletta: Die UNESCO-geschützte Barockstadt begeistert durch ihre mächtigen Festungsmauern, die prachtvolle St. John’s Co-Cathedral mit Meisterwerken Caravaggios, bunte Holz-Erkerbalkone (Gallarijas) und den Grand Harbour. Im Herzen der Hauptinsel thront die geheimnisvolle, von Befestigungsmauern umgebene 'Stille Stadt' Mdina, deren mittelalterliche Pflastergassen eine magische Zeitreise ermöglichen. Vorzeitliche Giganten errichteten auf den Inseln die UNESCO-Megalith-Tempel von Ħaġar Qim und Ġgantija, die älter sind als die ägyptischen Pyramiden. Für traumhaftes Inselflair und Wassersport bieten die Schwesterinsel Gozo mit ihrer idyllischen Naturwelt und das winzige Eiland Comino mit der weltberühmten, kristallklaren Blauen Lagune (Blue Lagoon) unvergessliche Momente. Kulinarisch verwöhnt Malta mit Mittelmeer-Spezialitäten wie Stuffat tal-Fenek (herzhaftem Kanincheneintopf), Pastizzi (mit Ricotta oder Erbsen gefüllten Blätterteigtaschen), frischem Lampuki-Fisch und der erfrischenden Kinnie-Kräuterlimonade. Die Malteser begegnen Besuchern mit mediterraner Wärme, britischer Höflichkeit und stolzer Gastfreundschaft. Ein Aufenthalt auf Malta verbindet spektakuläres Weltkulturerbe, meeresblaues Badevergnügen und sonnenverwöhntes Inselflair auf einzigartige Weise.
Geschichte & Kultur
Die Geschichte Maltas liest sich wie ein epischer Roman des Mittelmeers: Bereits ab 3600 v. Chr. errichteten neolithische Hochkulturen die gewaltigen Megalith-Tempelanlagen. Später beherrschen Phönizier, Karthager, Römer und Byzantiner den strategisch idealen Archipel. Im Jahr 870 eroberten Araber die Inseln und prägten die maltesische Sprache nachhaltig. Von 1530 bis 1798 wandelte der Souveräne Malteserorden (Ritter von St. Johannes) das Territorium in ein uneinnehmbares Festungsbollwerk gegen das Osmanische Reich um. Nach französischer Herrschaft unter Napoleon geriet Malta unter britische Kronkolonie-Verwaltung, was bis heute im Linksverkehr und roten Telefonzellen sichtbar ist. Im Jahr 1964 erlangte der Staat seine Unabhängigkeit. Baukulturell fasziniert das Land durch die Dominanz des heimischen honiggelben Globigerinen-Kalksteins, Barockkirchen und britische Festungselemente.
Praktische Reiseinfos
Anreise: Die internationale Anreise nach Malta erfolgt über den Malta International Airport bei Luqa (IATA-Code: MLA). Tägliche Direktverbindungen bestehen von zahlreichen europäischen Flughäfen. Als EU- und Schengen-Mitgliedstaat (sowie Mitglied der Euro-Zone) ist die Einreise für europäische Staatsbürger mit dem Personalausweis oder Pass völlig unkompliziert. Expressbusse und Taxis verbinden den Flughafen schnell mit allen Inselteilen. Zudem bestehen regelmäßige Autofähren-Verbindungen von Sizilien (Pozzallo).
Vor Ort: Das Inselreich verfügt über ein dichtes und preiswertes öffentliches Busnetz (Malta Public Transit), das fast alle Orte und Buchten verknüpft. Zwischen dem Festland und Gozo verkehren rund um die Uhr Autofähren (Gozo Channel) sowie Schnellboote von Valletta. Für Fahrten zwischen Valletta und den Drei Städten oder Sliema nutzen Besucher traditionelle Holzboote (Dħajsa) oder Personenfähren. Mietwagen sind beliebt, erfordern aber Eingewöhnung an den Linksverkehr.
Beste Reisezeit: Die beste Reisezeit für Malta erstreckt sich von April bis Juni sowie von September bis November. In diesen Frühlings- und Herbstmonaten herrscht sonniges, angenehmes Wetter bei Temperaturen zwischen 22 und 28 °C – ideal für Kulturreisen, Wanderungen und Sightseeing. Die Hochsommermonate Juli und August bringen heiße Temperaturen und viel Sonnenschein für reinen Strand- und Wassersporturlaub.
Preisniveau: mittleres Preisniveau