Die zwischen Rumänien und der Ukraine im osteuropäischen Binnenland gelegene Republik Moldau (Moldawien) verzaubert Reisende als ein faszinierendes, authentisches Entdeckerziel voller sanfter Rebhügel, geschichtsträchtiger Klöster und weltberühmter Weinkultur. Als eine der bedeutendsten und traditionsreichsten Weinregionen Europas beherbergt das Land wahre Superlative: Die unterirdischen Weinstädte Cricova und Mileștii Mici erstrecken sich über hunderte Kilometer lange Tunnelsysteme voller erlesener Weinflaschen; Mileștii Mici hält sogar den Guinness-Weltrekord für die größte Weinsammlung der Erde. Das kulturelle und spirituelle Herzstück des Landes bildet die archäologische Anlage Orheiul Vechi: Inmitten einer spektakulären Flussschleife des Răut schmiegt sich ein jahrhundertealtes Höhlenkloster kühn in Kalksteinfelsen. Die grüne, entspannte Hauptstadt Chișinău begeistert durch weitläufige Parks, sowjetische und neoklassizistische Architektur, den Triumphbogen und eine mitreißende moderne Weinbar-Szene. Einen faszinierenden Blick in die jüngere Zeitgeschichte bietet ein Abstecher in die de facto unabhängige Region Transnistrien mit ihrer Hauptstadt Tiraspol, wo die Zeit der Sowjetunion konserviert zu sein scheint. Kulinarisch verwöhnt Moldau mit herzhaften Spezialitäten wie Mămăligă (Polenta mit Käse und Sauerrahm), Plăcinte (gefülltem Fladengebäck), Zeamă (hühnerbasierter Nudelsuppe) und erstklassigen Rot- und Weißweinen. Die Moldauer begegnen Gästen mit unaufgefordert ehrlicher Herzlichkeit, großer Gastfreundschaft und Stolz auf ihre Traditionen. Ein Aufenthalt in Moldau verbindet weltberühmten Weingenuss, sakrale Höhlenromantik und unentdeckte Geschichte auf unvergessliche Weise.
Geschichte & Kultur
Die Geschichte Moldaus ist tief im mittelalterlichen Fürstentum Moldau verwurzelt, das unter dem Nationalhelden Stephan dem Großen (Ștefan cel Mare) im 15. Jahrhundert eine Blütezeit erlebte und seine Unabhängigkeit gegen das Osmanische Reich verteidigte. Im 19. und 20. Jahrhundert geriet das Territorium (Bessarabien) unter russische, rumänische und schließlich sowjetische Herrschaft. Im Jahr 1991 erlangte die Republik Moldau ihre Unabhängigkeit. Baukulturell präsentiert das Land eine Synthese aus mittelalterlichen Festungen (Soroca), orthodoxen Klosteranlagen mit Buntfresken, neoklassizistischen Bauten und neusowjetischer Architektur. Die Kultur verknüpft rumänische Sprache und Bräuche eng mit der jahrtausendealten Tradition des Weinbaus, die in jedem Haushalt stolz gepflegt wird.
Praktische Reiseinfos
Anreise: Die internationale Anreise in die Republik Moldau erfolgt primär über den Flughafen Chișinău (IATA-Code: RMO, ehemals KIV). Zahlreiche Fluggesellschaften verbinden Chișinău direkt mit europäischen Metropolen. Für Staatsbürger von EU-Ländern, der Schweiz und vieler anderer Nationen ist die Einreise bis zu 90 Tage visumfrei und unkompliziert mit dem Reisepass oder Personalausweis möglich. Taxis, Oberleitungsbusse und Expressbusse verknüpfen den Flughafen mit dem Stadtzentrum.
Vor Ort: Aufgrund der kompakten Landesgröße lässt sich Moldau hervorragend mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Ein Mietwagen bietet optimale Bedingungen für flexible Fahrten zu abgelegenen Weingütern und Klöstern; das Hauptstraßennetz ist gut ausgebaut. Lokale Minibusse (Rutieras) verbinden fast alle Städte und Dörfer verlässlich und sehr preiswert. In Chișinău bewegen sich Besucher bequem mit Oberleitungsbussen oder Taxis.
Beste Reisezeit: Die beste Reisezeit für die Republik Moldau erstreckt sich von Mai bis Oktober. Der späte Frühling und der Sommer bieten sonniges, warmes Wetter für Sightseeing und Natur. Der absolute Höhepunkte für Reisen ist der Frühherbst (September/Oktober) zur Zeit der Weinlese, wenn im ganzen Land fröhliche Weinfeste stattfinden – allen voran der Nationale Weintag in Chișinău Anfang Oktober.
Preisniveau: günstig