Das an der nordöstlichen Atlantikküste Südamerikas gelegene Land Guyana begeistert Reisende als eines der faszinierendsten und unberührtesten Naturparadiese der Erde. Als einziges englischsprachiges Land Südamerikas bietet Guyana eine einzigartige Mischung aus karibischer Leichtigkeit, indischen und afrikanischen Einflüssen sowie tiefer Indigenen-Kultur. Mehr als achtzig Prozent der Landesfläche sind von dichtem, schier endlosem Primärregenwald bedeckt, der nahtlos in das gigantische Amazonasbecken übergeht. Das unangefochtene Naturwunder des Landes bildet der weltberühmte Kaieteur-Wasserfall: Mit einer Fallhöhe von 226 Metern ist er der höchste frei fallende Einzelfall-Wasserfall der Erde und bietet inmitten des geschützten Nationalparks ein atemberaubendes Naturschauspiel. Im Süden öffnet sich das Terrain zur weitläufigen Rupununi-Savanne, wo riesige Ameisenbären, Jaguare, Harpyien und schwarze Kaimane heimisch sind. Die historische Hauptstadt Georgetown bezaubert durch ihre charmante Holzarchitektur aus der niederländischen und britischen Kolonialzeit, allen voran die imposante St. George's Cathedral. Die kulinarische Tradition ist reich an Aromen und reicht von würzigen Currys über karibisches Pepperpot bis hin zu frischem Tropenobst. Die Einheimischen begegnen ausländischen Gästen mit herzlicher Gastfreundschaft, Stolz und unaufgeregter Wärme. Ein Aufenthalt in Guyana verbindet spektakuläre Naturdokumente, seltene Tierbeobachtungen und ein echtes Pionier-Abenteuer auf unvergessliche Weise.
Geschichte & Kultur
Die Geschichte Guyanas reicht bis zur Besiedlung durch die indigenen Völker der Lokono (Arawak) und Kalina (Kariben) zurück, die dem Land seinen Namen gaben, was Land der vielen Wasser bedeutet. Ab dem 17. Jahrhundert errichteten erst Niederländer, später Briten Handelsposten und Plantagen. Um die Arbeit auf den Zuckerrohrfeldern zu sichern, wurden versklavte Afrikaner sowie spätere Vertragsarbeiter aus Indien ins Land gebracht. Diese ethnische Verschmelzung formte die heutige afro- und indoguyanische Kulturgesellschaft. Im Jahr 1966 erlangte Guyana seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. Baukulturell fasziniert das Land durch seine weltberühmte Kolonial-Holzarchitektur mit weiße gestrichenen Fachwerkhäusern und spitz zulaufenden Turmbauten. Die Musikkultur vereint karibische Soca-Rhythmen mit indischen Tönen. Das wichtigste Kulinarik-Highlight bildet das traditionelle Pepperpot, ein indigenes Fleischgericht mit Cassareep (eingedicktem Cassavasaft), das besonders zu Festtagen serviert wird.
Praktische Reiseinfos
Anreise: Die internationale Anreise nach Guyana erfolgt über den Cheddi Jagan International Airport (IATA-Code: GEO) etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Georgetown. Dieser wird direkt aus New York, Miami, Toronto, London sowie karibischen und südamerikanischen Drehkreuzen angeflogen. Für Inlandsflüge zu abgelegenen Dschungel-Landepisten und in die Savanne dient der Stadtflughafen Eugene F. Correia (IATA-Code: OGL) in Ogle. Für viele europäische und nordamerikanische Nationalitäten ist die Einreise visumfrei. Taxis stehen am Ankunftsterminal bereit.
Vor Ort: Aufgrund der dichten Bewaldung und mächtigen Flussläufe ist das Kleinflugzeug (Inlandsflüge) das wichtigste Verkehrsmittel, um das Binnenland, den Kaieteur-Wasserfall oder Lethem rasch zu erreichen. Entlang der Küste verbindet eine durchgehend geteerte Straße Georgetown mit Berbice und Parika, auf der Sammeltaxis (Minibusse) und Mietwagen verkehren. In Guyana gilt der Linksverkehr. Für Reisen tief in den Dschungel werden motorisierte Holz-Pirogen auf den Flüssen genutzt.
Beste Reisezeit: Guyana kann ganzjährig bereist werden, wobei die optimale Reisezeit von der gewünschten Region abhängt. Für Fahrten in die Savanne und den Dschungel eignen sich die Trockenzeiten von September bis November sowie von Februar bis April besonders gut. Wer den Kaieteur-Wasserfall in seiner vollen, tosenden Wassermenge erleben möchte, wählt am besten die Monate direkt nach den Regenzeiten (Juli/August oder Januar).
Preisniveau: mittleres Preisniveau