Turkmenistan präsentiert sich als faszinierendes, geheimnisvolles und außergewöhnliches Reiseland im Herzen Zentralasiens, das durch eine spektakuläre Wüstenlandschaft und ein reiches historisches Erbe besticht. Fast achtzig Prozent des Staatsgebiets werden von der weiten, erhabenen Karakum-Wüste eingenommen, deren rote und gelbe Sanddünen eine schier unendliche Naturkulisse bilden. Inmitten dieser Wüstenlandschaft liegt eines der bekanntesten Naturwunder der Region: der seit Jahrzehnten brennende Gasikrater, der besonders nachts ein magisches Schauspiel bietet. Entlang alter Oasenwege zeugen mächtige UNESCO-Welterbestätten von den blühenden Epochen der Seidenstraße, als Turkmenistans Städte Zentren des Welthandels, der Wissenschaft und der Architektur waren. Die glänzende Hauptstadt an den Hängen des Kopet-Dag-Gebirges fasziniert durch ihre weltweit einmalige Dichte an weißer Marmorarchitektur, prachtvollen Monumenten und weitläufigen, gepflegten Parkanlagen. Kulturell besticht das Land durch seine stolzen nomadischen Traditionen, die berühmte Pferdezucht, farbenfrohe Teppichwebkunst und eine tief verwurzelte Gastfreundschaft. Für Reisende bieten sich exzellente Möglichkeiten für abenteuerliche Geländewagensafaris durch die Wüste, Begegnungen in Wüstendörfern und Kulturreisen zu uralten Königsstädten. Die turkmenische Küche ist herzhaft und basiert auf frischem Lammfleisch, Fladenbrot, aromatischem Plov und süßen Melonen. Wer dieses Ziel ansteuert, erlebt eine eindrucksvolle Kombination aus unberührter Naturkraft, antiker Geschichte und einer ganz eigenen Gegenwart.
Geschichte & Kultur
Die Geschichte Turkmenistans ist tief in den nomadischen Reitervölkern und den glanzvollen Oasenstaaten der Seidenstraße verwurzelt. Über Jahrhunderte durchkreuzten Karawanen die Wüste und machten Städte wie Merv zu weltweiten Zentren des Wissens und des Handels. Im zwanzigsten Jahrhundert prägte die sowjetische Epoche die Infrastruktur und Stadtplanung, bevor das Land seine Unabhängigkeit erlangte und seinen eigenen Weg formte. Das nationale Selbstverständnis stützt sich stolz auf das Erbe der Oghusen-Türken, die Zucht der weltberühmten Achal-Tekkiner-Pferde und die Kunst der traditionellen Teppichknüpferei. Turkmenische Teppiche gelten als Meisterwerke der Handwerkskunst und schmücken sogar die Nationalflagge. Die Literatur und Dichtkunst besingen seit Jahrhunderten die Freiheit der Steppe und die Schönheit der Natur. Feste werden mit Musik, Gesang und traditioneller Kleidung gefeiert. Dieser stolze Umgang mit den eigenen Wurzeln prägt das Land bis heute.
Praktische Reiseinfos
Anreise: Die internationale Anreise erfolgt für die meisten Gäste über den modernen Hauptflughafen ASB in der Hauptstadt Aşgabat. Mehrere internationale Fluggesellschaften verbinden das Land mit Europa, Asien und dem Nahen Osten. Der Flughafen KRW am Kaspischen Meer bietet weitere regionale Verbindungen. Für Inlandsflüge stehen regionale Flughäfen wie MYP, TAZ, CRZ oder KEA bereit. Für die Einreise ist für fast alle ausländischen Staatsbürger ein Visum erforderlich, das meist auf Basis eines offiziellen Einladungsschreibens ausgestellt wird. Die Einreisekontrollen am Hauptterminal verlaufen hochgradig strukturiert. Ein organisierter Transfer oder Reiseleiter wird für das Reisen im Land dringend empfohlen.
Vor Ort: Das Fortbewegen im Land wird für ausländische Besucher meist im Rahmen einer geführten Tour organisiert. Für Strecken zwischen den weit entfernten Städten bieten Inlandsflüge der nationalen Fluggesellschaft eine schnelle und komfortable Verbindung. Ein modernes Schienennetz verbindet die größeren Oasenstädte mit Nachtzügen. Für Fahrten in die Karakum-Wüste, zum Gasikrater und zu abgelegenen Schluchten sind geländegängige Allradfahrzeuge mit erfahrenen lokalen Fahrern unverzichtbar. Innerhalb der Hauptstadt stehen preiswerte Taxis und moderne Busse zur Verfügung. Eigenständige Mietwagenfahrten sind unüblich und erfordern spezielle Genehmigungen.
Beste Reisezeit: Die beste Reisezeit erstreckt sich über die Frühlingsmonate von April bis Mai sowie die Herbstmonate von September bis Oktober. In diesen Zeiträumen herrscht im ganzen Land angenehmes, mildes Wetter, das sich ideal für Wüstensafaris, Besichtigungen und Wanderungen eignet. Die Sommermonate von Juni bis August bringen extreme Hitze mit Temperaturen weit über vierzig Grad in der Wüste mit sich, was Reisen im Freien sehr anstrengend macht. Die Wintermonate von Dezember bis Februar können in der Wüste und im Norden überraschend kalt werden. Eine vorausschauende Kleidungsauswahl für Wüstenklima mit kühlen Nächten ist stets ratsam.
Preisniveau: gehoben