Georgien

Großer Kaukasus, Wiege des Weins und alte Klöster

Georgien, Georgien

An der faszinierenden Schnittstelle zwischen Osteuropa und Westasien gelegen, verzaubert Georgien Reisende mit einer atemberaubenden Kulisse aus schneebedeckten Viertausendern, jahrtausendealter Weinbaukultur und unübertroffener Gastfreundschaft. Das Land gilt als die Wiege des Weins, wo die Weinherstellung in traditionellen Tonkrügen (Qvevri) seit über 8.000 Jahren gepflegt wird und zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Im Norden ragt der Große Kaukasus empor, dessen ikonische Berglandschaften rund um Kasbegi und das sagenumwobene Swanetien mit seinen mittelalterlichen Wehrtürmen Aktivurlauber und Fotografen in Staunen versetzen. Die vielschichtige Hauptstadt Tiflis begeistert durch ihren romantischen Altstadtcharme mit verwinkelten Holzbalkon-Gassen, Schwefelbädern und einer modernen, kreativen Kunst- und Gastronomieszene. Entlang der Schwarzmeerküste verlockt die subtropische Hafenmetropole Batumi mit imposanter moderner Architektur und breiten Strandpromenaden. Historische Höhlenstädte wie Wardzia und Uplisttsikhe sowie uralte, hoch auf Felsen gelegene Klöster dokumentieren die tiefe christliche Geschichte des Landes. Georgien ist weltberühmt für seine kulinarischen Köstlichkeiten wie die käsegefüllten Khachapuri-Fladenbrote und die würzigen Khinkali-Teigtaschen. Die Einheimischen begegnen Gästen mit der tief im Volksglauben verankerten Überzeugung, dass jeder Besucher ein Geschenk Gottes ist. Ein Aufenthalt in Georgien verbindet alpine Bergabenteuer, reiche Kulturgeschichte und herzliche Tafelfreuden auf unvergessliche Weise.

Geschichte & Kultur

Die Geschichte Georgiens reicht bis in die Antike zurück, als die legendären Reiche Kolchis (Heimat des Goldenen Vlieses) und Iberien aufblühten. Bereits im Jahr 337 n. Chr. wurde das Christentum zur Staatsreligion erklärt, was den Bau atemberaubender Kirchen und Klöster in dramatischen Naturlandschaften einleitete. Im 12. und 13. Jahrhundert erlebte das Land unter Königin Tamar sein Goldenes Zeitalter, bevor es über die Epochen von Persern, Osmanen und schließlich vom Russischen Reich beherrscht wurde. 1991 erlangte Georgien seine Unabhängigkeit zurück. Baukulturell fasziniert das Land durch die Synthese aus kreuzkuppeligen Feldsteinkirchen, Höhlenarchitekturen, typischen Holzbalkon-Bürgerhäusern und mutigen modernen Landmarken. Der traditionelle mehrstimmige Polyphonie-Gesang sowie die georgischen Volkstänze gehören zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe.

Praktische Reiseinfos

Anreise: Die internationale Anreise nach Georgien erfolgt meist über den Flughafen Tiflis (IATA-Code: TBS) oder den Flughafen Kutaissi (IATA-Code: KUT), der von zahlreichen europäischen Reiseanbietern direkt angeflogen wird. Für die Küstenregion steht der Flughafen Batumi (IATA-Code: BUS) zur Verfügung. Die Einreise ist für viele Nationalitäten unkompliziert und für touristische Aufenthalte bis zu einem Jahr visumfrei möglich. Taxis, Busse und Shuttles verbinden die Terminals mit den Stadtzentren.
Vor Ort: Für Rundreisen bieten Mietwagen eine hervorragende Flexibilität. Für Fahrten in hochalpinere Bergregionen wie Swanetien oder Tuschetien wird dringend ein Allradfahrzeug (4x4) empfohlen. Ein dichtes Netz aus günstigen Sammeltaxis (Marschrutkas) verbindet alle Orte des Landes regelmäßig. Zwischen Tiflis, Kutaissi und Batumi verkehren Zudem moderne, komfortable Schnellzüge. Innerhalb von Tiflis bietet die U-Bahn ein schnelles Fortbewegungsmittel.
Beste Reisezeit: Der Frühling von Mai bis Juni und der Herbst von September bis Oktober bieten optimale Bedingungen für Rundreisen, Kulturreisen und Weinproben bei angenehmen Temperaturen. Für hochalpine Wandertouren im Großen Kaukasus (Kasbegi, Swanetien, Tuschetien) eignen sich die Sommermonate von Juli bis August hervorragend, da dann alle Bergpässe schneefrei befahrbar sind. Der Winter lockt mit Wintersport im Skigebiet Gudauri.
Preisniveau: günstig

Reiseideen für Georgien

Altstadtzauber, Schwefelbäder und Panoramen in Tiflis1 Tag

Der Tag beginnt im historischen Zentrum von Tiflis mit einem Spaziergang durch die bunten Holzbalkon-Gassen und der Auffahrt mit der Seilbahn zur Festung Narikala. Anschließend besuchen Gäste die alte Sioni-Kathedrale und das historische Schwefelbadvierte Abanotubani. Nachmittags lädt die moderne Friedensbrücke und das Viertel Fabrika zum Verweilen ein. Der Tag schließt mit Khinkali, Khachapuri und georgischem Rotwein in einer traditionellen Salobiene.

Georgische Militärstraße und Bergzauber in Kasbegimehrere Tage

Eine atemberaubende Panoramaroute durch den Großen Kaukasus. Die Fahrt führt über die historische Militärstraße vorbei an der Festung Ananuri und dem Gudauri-Panorama nach Stepantsminda. Dort wandern oder fahren Besucher hinauf zur ikonischen Gergetier Dreifaltigkeitskirche am Fuße des mächtigen Vulkans Kazbek. Eine perfekte Tour für Naturliebhaber und Fotografen.

8.000 Jahre Weinkultur und Romantik in Kachetienmehrere Tage

Eine genussvolle Entdeckungsreise durch die Wiege des Weins im Osten Georgiens. Gäste besuchen die romantische Festungsstadt Sighnaghi mit Blick über das Alazani-Tal, besichtigen das historische Kloster Bodbe und nehmen an traditionellen Qvevri-Weinproben auf traditionsreichen Weingütern teil. Zubereitungskurse für Churchkhela-Süßigkeiten runden das Programm ab.

Höhlenstädte, Kutaissi und die Wehrtürme Swanetiensmehrere Tage

Eine erlebnisreiche Kombination aus Geschichte und Hochgebirgswildnis. Die Reise führt über die antike Höhlenstadt Uplisttsikhe und die Kulturmetropole Kutaissi tief in den Nordwesten nach Swanetien. In Mestia und im UNESCO-Dorf Uschguli erkunden Reisende mittelalterliche Wehrtürme, wandern zu gigantischen Gletschern und erleben unverfälschte Bergkultur.

Stand: Oktober 2026