Der nördliche Teil der Mittelmeerinsel Zypern – die Türkische Republik Nordzypern – verzaubert Reisende als ein faszinierendes, sonnenverwöhntes Entdeckerziel voller antiker Geschichte, imposanter Festungen und unberührter Naturküsten. Das malerische Kronjuwel bildet die Hafenstadt Kyrenia (Girne): Ihr Hufeisen-Hafen – gesäumt von historischen venezianischen Lagerhäusern, gemütlichen Cafés und der mächtigen Festung Kyrenia – bietet eine Kulisse von unvergleichlicher Romantik. Hoch oben in den bewaldeten Hängen des Fünffinger-Gebirges (Beşparmak) thront die gotische Ruine der Abtei Bellapais, deren Kreuzgänge einst den Schriftsteller Lawrence Durrell inspirierten, sowie die märchenhafte Burg St. Hilarion. Im Osten offenbart die geschichtsträchtige Festungsstadt Famagusta (Gazimağusa) ein beeindruckendes Ensemble aus gotischer Baukunst und venezianischen Wehranlagen, allen voran die Othello-Burg und die Lala-Mustafa-Pascha-Moschee (ehemalige St.-Nikolaus-Kathedrale). Für Naturliebhaber und Ruhe suchende Reisende erstreckt sich ganz im Nordosten die unberührte, fingerförmige Karpas-Halbinsel: Ein Naturreservat mit kilometerlangen, goldgelben Sandstränden (Golden Beach), freilebenden Wildeseln und dem geschichtsträchtigen Apostel-Andreas-Kloster. Kulinarisch verwöhnt Nordzypern mit der schmackhaften zyprisch-türkischen Küche: Ofenfrischem Hellim-Käse (Halloumi), Şeftali Kebab (würzigen Hackfleisch-Spezialitäten), Meze-Vorspeisentellern, fangfrischem Fisch und süßem Baklava. Die Bewohner Nordzyperns begegnen ausländischen Besuchern mit sprichwörtlicher mediterraner Wärme, Gastfreundschaft und großer Zuvorkommenheit. Ein Aufenthalt in Nordzypern verbindet antike Burgramantik, sonnenverwöhnte Strände und entspanntes Inselflair auf unvergessliche Weise.
Geschichte & Kultur
Die Geschichte Nordzyperns ist unlösbar mit der strategischen Lage Zyperns im östlichen Mittelmeer verwoben. Über Jahrtausende hinterließen Phönizier, Griechen, Römer, Byzantiner, Lusignans (Kreuzfahrer), Venezianer, Osmanen und Briten tiefgreifende architektonische und kulturelle Spuren. Nach der Unabhängigkeit Zyperns 1960 und den Spannungen zwischen der griechisch- und türkischstämmigen Bevölkerung führte die türkische Intervention von 1974 zur Teilung der Insel. 1983 wurde die 'Türkische Republik Nordzypern' ausgerufen (völkerrechtlich nur von der Türkei anerkannt). Baukulturell fasziniert die Region durch eine der weltweit besterhaltenen Sammlungen französischer Gotik (Abtei Bellapais, St. Nikolaus Kathedrale/Lala-Mustafa-Pascha-Moschee), venezianische Festungsbauten und osmanische Hammams. Das kulturelle Leben vereint türkische Insel-Traditionen mit tief verwurzelter mediterraner Gastfreundschaft.
Praktische Reiseinfos
Anreise: Die Anreise nach Nordzypern kann auf zwei Wegen erfolgen: Direkt über den internationalen Flughafen Ercan (IATA-Code: ECN) nahe Nikosia (Flüge erfordern einen kurzen Zwischenstopp in der Türkei). Alternativ reisen viele Besucher über die südeuropäischen Flughäfen Larnaka (LCA) oder Paphos (PFO) in der Republik Zypern an und überqueren die Demarkationslinie (Green Line) unkompliziert an einem der Fußgänger- oder Pkw-Grenzübergänge (z. B. Ledra Street in Nikosia). Für EU-Bürger ist der Grenzübertritt mit dem Personalausweis völlig problemlos.
Vor Ort: Ein Mietwagen bietet die absolut besten Bedingungen, um Nordzypern flexibel zu erkunden (Linksverkehr beachten!). Das Straßennetz ist gut ausgebaut. Öffentliche Sammeltaxis und Minibusse (Dolmuş) verknüpfen die größeren Städte wie Nikosia-Nord, Kyrenia, Famagusta und Güzelyurt regelmässig und preiswert.
Beste Reisezeit: Die optimale Reisezeit für Nordzypern erstreckt sich von April bis Juni sowie von September bis November. In diesen Frühlings- und Herbstmonaten herrscht sonniges, warmes Mittelmeerwetter bei angenehmen Temperaturen zwischen 22 und 28 °C – ideal für Festungsbesuche, Bergwanderungen und Strandtage. Der Hochsommer (Juli/August) ist sehr heiß.
Preisniveau: günstig