Kasachstan

Endlose Steppen, das Tien-Shan-Gebirge und Astana

Kasachstan, Kasachstan

Das in Zentralasien gelegene Kasachstan verzaubert Reisende als neuntgrößtes Land der Erde mit einer unermesslichen Fülle an Naturschauspielen, futuristischer Architektur und jahrtausendealter Nomadenkultur. Entlang der historischen Seidenstraße erstrecken sich schier endlose Weiten: Von den golden leuchtenden Steppenlandschaften über türkisblau glitzernde Bergseen wie den Kaindy-See mit seinen im Wasser stehenden Fichtenstämmen bis hin zu den schneebedeckten Viertausendern des spektakulären Tian-Shan-Gebirges. Das unangefochtene Naturwunder im Südosten bildet der gewaltige Charyn-Canyon, der mit seinen bizarren roten Sandsteinformationen oft als kleiner Bruder des Grand Canyon gefeiert wird. Im perfekten Kontrast zur unberührten Natur stehen die Metropolen des Landes: Die zukunftsweisende Hauptstadt Astana verblüfft mit kühnen Wolkenkratzern und Bauwerken von Weltarchitekten, während die grüne Kulturmetropole Almaty am Fuße der Berge mit schattigen Alleen, quirligen Basaren und dem nahen Hochgebirgs-Eisstadion Medeu begeistert. Geschichtsinteressierte entdecken im Süden in Turkestan das imposante Mausoleum von Khoja Ahmed Yasawi, ein UNESCO-Meisterwerk timuridischer Baukunst. Kulinarisch verwöhnt Kasachstan mit herzhaften Gerichten der Nomadenküche wie Beshbarmak (zartes Fleisch auf breiten Nudeln), krossen Baursak-Teigbällchen und feinstem Stutenmilch-Getränk (Kumis). Die Einheimischen begegnen Gästen mit der tief im Nomadentum verwurzelten, sprichwörtlichen Gastfreundschaft und Herzlichkeit. Ein Aufenthalt in Kasachstan verbindet archaische Naturerhabenheit, kosmische Pioniergeschichte und modernste Architektur auf unvergessliche Weise.

Geschichte & Kultur

Die Geschichte Kasachstans ist tief mit den Reiternomaden Zentralasiens verwurzelt, die über Jahrtausende mächtige Steppenreiche gründeten und die Knotenpunkte der historischen Seidenstraße beherrschten. Im 13. Jahrhundert wurde das Gebiet Teil des Mongolischen Reiches unter Dschingis Khan, bevor sich das Kasachen-Khanat herausbildete. Im 19. Jahrhundert wurde das Land schrittweise ins Russische Kaiserreich eingegliedert und war später als Kasachische SSR ein zentraler Bestandteil der Sowjetunion (bekannt als Standort des Kosmodroms Baikonur). Im Jahr 1991 erlangte Kasachstan seine Unabhängigkeit. Baukulturell fasziniert das Land durch das Zusammentreffen von prachtvoller timuridischer Reiche-Architektur, sowjetischem Klassizismus und mutigen zukunftsweisenden Landmarken. Die Nomadenkultur lebt in Filzjurten, der traditionellen Pferdezucht, Adlerjagd-Künsten und dem Spiel der zweisaitigen Langhalslaute Dombra fort.

Praktische Reiseinfos

Anreise: Die internationale Anreise nach Kasachstan erfolgt primär über die zwei großen Luftfahrtdrehkreuze: Flughafen Almaty (IATA-Code: ALA) oder Flughafen Astana Nursultan Nazarbayev (IATA-Code: NQZ). Beide Flughäfen werden direkt aus Europa, Asien und dem Nahen Osten angeflogen. Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger sowie viele weitere Nationalitäten ist die Einreise für touristische Aufenthalte bis zu 30 Tagen visumfrei möglich. Taxis und Fahrdienst-Apps (z. B. Yandex Go) verknüpfen die Terminals verlässlich mit den Zentren.
Vor Ort: Für große Entfernungen zwischen den Regionen stehen verlässliche Inlandsflüge (z. B. mit Air Astana oder FlyArystan) sowie ein gut ausgebautes Eisenbahnnetz (darunter moderne Schnellzüge wie Talgo) zur Verfügung. Für Naturtouren im Südosten (Charyn-Canyon, Kolsai-Seen) oder im Westen (Mangystau) empfiehlt sich die Buchung eines geländegängigen Allrad-Mietwagens (4x4) oder geführter Touren, da Pisten im Binnenland anspruchsvoll sein können.
Beste Reisezeit: Die optimale Reisezeit für Kasachstan erstreckt sich über den Frühling von Mai bis Juni sowie den Frühherbst von September bis Oktober. In diesen Monaten herrscht angenehm mildes Wetter – ideal für Rundreisen, Wanderungen im Tian-Shan-Gebirge und Sightseeing in den Städten. Die Sommermonate (Juli/August) eignen sich hervorragend für hochalpine Bergwanderungen, während der Winter (Dezember bis März) eisige Temperaturen bringt, jedoch Wintersport im Skigebiet Shymbulak bei Almaty bietet.
Preisniveau: günstig

Reiseideen für Kasachstan

Grüne Alleen, Bunter Basar und Bergpanorama in Almaty1 Tag

Der Tag beginnt in der Kulturstadt Almaty mit dem Besuch des Panfilow-Parks und der farbenfrohen, komplett aus Holz gebauten Zenkov-Kathedrale. Anschließend schlendern Besucher über den lebendigen Grünen Basar für frische Nüsse und Dörrobst. Nachmittags geht es per Seilbahn hinauf auf den Hügel Kok-Tobe für einen Panoramablick über die Stadt am Fuße der Schneeberge. Der Tag schließt mit Beshbarmak und Schaschlik in einem Traditionsrestaurant.

Charyn-Canyon, Kolsai-Seen und der versunkene Wald im Kaindy-Seemehrere Tage

Das ultimative Naturabenteuer im Südosten Kasachstans. Die Route führt zum spektakulären Charyn-Canyon für Wanderungen im 'Tal der Schlösser'. Weiter geht die Fahrt zu den tiefblauen Kolsai-Bergseen und zum Kaindy-See, der für seine im kristallklaren Wasser stehenden, konservierten Fichtenstämme berühmt ist. Übernachtungen in lokalen Jurten oder Gasthäusern bieten authentisches Nomadenflair.

Futurismus und Weltarchitektur in der Hauptstadt Astanamehrere Tage

Eine faszinierende Architektur- und Zukunftsreise im Norden. Besucher erkunden das Wahrzeichen Bajterek-Turm, besichtigen die riesige Hazret-Sultan-Moschee und schlendern durch das einkaufs- und unterhaltungszentrum Khan Shatyr im gigantischen Transparent-Zelt. Abstecher in das nahe, idyllische Seen- und Waldgebiet Burabai bieten Naturerholung.

Seidenstraßen-Magie in Turkestan und der Westen in Mangystaumehrere Tage

Eine erlebnisreiche Verbindung aus Geschichte und Wüstenabenteuer. Die Reise verknüpft das UNESCO-Weltkulturerbe des Mausoleums von Khoja Ahmed Yasawi in Turkestan mit einem Flug nach Aktau an das Kaspische Meer. Von dort aus führen Geländewagen-Expeditionen in die faszinierende, kreideweiße Wüstenwelt der Mangystau-Region.

Stand: Oktober 2026