Vanuatu präsentiert sich als faszinierender, naturgewaltiger und lebendiger Inselstaat im Südwestpazifik, der durch ein unverfälschtes Südsee-Abenteuer begeistert. Der Archipel erstreckt sich über eine Kette von mehr als achtzig vulkanischen Inseln, die sich durch dichte Tropenwälder, imposante Vulkanmassive, glasklare Korallenriffe und geschützte Meereslagunen auszeichnen. Weltberühmt ist das Land für den Mount Yasur auf der Insel Tanna, der als einer der weltweit zugänglichsten aktiven Vulkane gilt und Besuchern nachts ein atemberaubendes Schauspiel aus fauchenden Magma-Eruptionen bietet. Die Insel Santo fasziniert wiederum mit tiefblauen Süßwasserquellen inmitten des Dschungels, unberührten Puderzuckerstränden und weltbekannten Tauchrevieren an gesunkenen Schiffswracks. Kulturell gilt der Staat als einer der vielschichtigsten im pazifischen Raum, in dem überlieferte Kastom-Traditionen, ritueller Landtauch-Brauch und die entspannte melanesische Lebensart stolz im Alltag verankert sind. Für Reisende bieten sich erstklassige Möglichkeiten für unvergessliche Vulkanwanderungen, Dschungel-Trekking, Schnorcheleinheiten an intakten Riffen und entspannte Tage an paradiesischen Küstenabschnitten. Die Inselküche schöpft aus fangfrischem Fisch, Yams, Kokosmilch und traditionellen Gerichten wie Laplap. Eine herzliche Gastfreundschaft und das unkomplizierte Miteinander machen das Reisen zu einer tiefgreifenden Erfahrung. Wer diesen Pazifik-Staat besucht, erlebt ein ungezähmtes Naturparadies abseits ausgetretener Pfade.
Geschichte & Kultur
Die Geschichte Vanuatus ist tief in der Besiedlung durch melanesische Seefahrer verwurzelt, die über Jahrtausende eine außergewöhnliche sprachliche und kulturelle Vielfalt entwickelten. Im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert prägte eine einzigartige historisch-politische Epoche als gemeinsam verwaltetes britisch-französisches Kondominium das Land, bevor 1980 die Unabhängigkeit erlangt wurde. Das Fundament der heutigen Gesellschaft bildet Kastom – das überlieferte System aus Werten, Bräuchen, Zeremonien und Landrechten. Kunstvolle Holzschnitzereien, traditionelle Sandzeichnungen und geflochtene Matten gelten als bedeutende Kulturgüter. Auch der traditionelle Genuss des Kava-Getränks spielt bei gesellschaftlichen Treffen in den Nakamal-Versammlungshäusern eine zentrale Rolle. Der weltberühmte Landtauch-Brauch Naghol auf der Insel Pentecost gilt zudem als historischer Vorläufer des Bungeespringens. Dieser stolze Umgang mit dem eigenen Kulturerbe schenkt dem Inselstaat seine unverwechselbare Identität.
Praktische Reiseinfos
Anreise: Die internationale Anreise nach Vanuatu erfolgt überwiegend über den Hauptflughafen VLI nahe der Hauptstadt Port Vila auf Efate. Zweiter internationaler Zugang ist der Flughafen SON bei Luganville auf Espiritu Santo. Verschiedene pazifische Fluggesellschaften verbinden den Inselstaat regelmäßig mit Australien, Neuseeland, Fidschi und Neukaledonien. Für die Weiterreise zu den Außeninseln stehen regionale Flugplätze wie TAH auf Tanna, SLH, EPI oder LOD bereit. Ein Visum wird für Bürger vieler Staaten bei kurzen touristischen Aufenthalten nicht vorab benötigt und bei der Ankunft ausgestellt. Die Kontrollen am Terminal verlaufen persönlich und freundlich. Taxis und Hotel-Shuttles sichern die Weiterfahrt.
Vor Ort: Das Fortbewegen zwischen den Inseln beruht wegen der ozeanischen Distanzen vor allem auf Inlandsflügen der nationalen Fluggesellschaft. Ergänzend verkehren regionale Passagier- und Frachtschiffe, die jedoch flexiblere Zeitpläne erfordern. Auf den Hauptinseln Efate und Espiritu Santo stehen Mietwagen, Minibusse und Taxis zur Verfügung. Minibusse mit einem B auf dem Kennzeichen bieten ein sehr günstiges Nahverkehrsmittel. Für Fahrten auf den hügeligen und unbefestigten Pisten der Außeninseln wie Tanna oder Pentecost sind geländegängige Allradfahrzeuge mit lokalem Fahrer unverzichtbar. Auf dem Wasser verbinden kleine Motorboote die Inselchen.
Beste Reisezeit: Die beste Reisezeit erstreckt sich über die kühleren und trockeneren Monate von Mai bis Oktober. In diesem Zeitraum herrschen sehr angenehme Temperaturen um die fünfundzwanzig Grad, eine geringere Luftfeuchtigkeit und verlässliche Passatwinde, was perfekt für Vulkanwanderungen, Strandtage und Dschungeltouren ist. Die wärmere und feuchtere Saison von November bis April bringt höhere Niederschläge und tropische Schauer mit sich, lässt die Natur auf den Inseln jedoch in sattem Grün erstrahlen. Die Wassertemperaturen bleiben das gesamte Jahr über konstant warm bei etwa sechsundzwanzig Grad. Sonnenschutz und leichtes Gewand sind ratsam.
Preisniveau: gehoben