Der im Nordatlantik gelegene Inselstaat Island fasziniert Reisende als das Land aus Feuer und Eis und bietet eine der spektakulärsten und urwüchsigsten Naturkulissen unseres Planeten. Direkt auf dem Midatlantischen Rücken gelegen, verzaubert das Eiland durch eine atemberaubende Synthese geologischer Kräfte: Von speienden Geysiren, brodelnden Schlammtöpfen und aktiven Vulkanen über riesige Gletscherkappen wie den Vatnajökull bis hin zu tiefen Fjorden und schwarzen Sandstränden. Das weltberühmte Naturensemble bildet der Golden Circle (Goldene Kreis) nahe der Hauptstadt Reykjavík, der das historische UNESCO-Naturreservat Þingvellir, das Geysir-Geothermalgebiet und den tosenden Wasserfall Gullfoss verbindet. Entlang der berühmten Ringstraße (Route 1) reihen sich unzählige Wasserfälle wie der Seljalandsfoss und Skógafoss, die märchenhafte Eisberg-Lagune Jökulsárlón sowie die schwarzen Basaltstrände von Reynisfjara aneinander. Entspannung auf höchstem Niveau bieten Geothermalbäder wie die weltberühmte Blaue Lagune (Blue Lagoon) oder die Sky Lagoon. Im Winter erhellen tanzende Polarlichter (Nordlichter) den arktischen Himmel, während im Sommer die Mitternachtssonne die raue Natur rund um die Uhr in magisches Licht taucht. Kulinarisch verwöhnt Island mit fangfrischem Meeresfisch, zartem Islandlamm und traditionellem Skyr-Joghurt. Die Einheimischen begegnen Gästen mit ruhiger Zuvorkommenheit, skandinavischer Gelassenheit und tiefem Respekt vor den Kräften der Natur. Ein Aufenthalt in Island verbindet urzeitliche Geologie, wohltuende Thermalkultur und unvergessliche Naturabenteuer auf magische Weise.
Geschichte & Kultur
Die Geschichte Islands begann im 9. Jahrhundert mit der Besiedlung durch norwegische Wikinger und kelto-gälische Einwanderer. Im Jahr 930 n. Chr. wurde in Þingvellir das Alþingi gegründet – eines der ältesten noch existierenden Parlamente der Welt. Über die Jahrhunderte verarbeiteten die Isländer ihre Historie und Mythen in den berühmten Isländersagas, die bis heute ein zentrales Fundament der nordischen Literatur bilden. Nach Jahrhunderten unter norwegischer und dänischer Herrschaft erlangte Island 1944 seine vollständige Unabhängigkeit als Republik. Baukulturell präsentiert das Land eine faszinierende Verbindung aus historischen Torfhäusern (Torfbær), bunten Wellblech-Wohnhäusern und kühler moderner Architektur, allen voran das Konzerthaus Harpa und die Hallgrímskirkja in Reykjavík. Auch die Saunakultur und das tägliche Baden in Geothermalbädern bilden einen unverzichtbaren Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.
Praktische Reiseinfos
Anreise: Die internationale Anreise nach Island erfolgt über den Flughafen Keflavík (IATA-Code: KEF) auf der Reykjanes-Halbinsel, etwa 45 Minuten südwestlich von Reykjavík. Dieser wird ganzjährig von zahlreichen europäischen und nordamerikanischen Fluggesellschaften direkt angeflogen. Für Weiterreisen in abgelegene Regionen bedient der Stadtflughafen Reykjavík (RVK) Inlandsflüge nach Akureyri (AEY), Egilsstaðir (EGS) und Ísafjörður (IFJ). Zudem verbindet die Autofähre Norröna (Smyril Line) Dänemark über die Färöer-Inseln mit Seyðisfjörður im Osten.
Vor Ort: Ein Mietwagen (im Sommer ein Pkw, im Winter oder für das Hochland zwingend ein Allrad-Fahrzeug / 4x4) bietet die beste Möglichkeit, Island entlang der Ringstraße (Route 1) unabhängig zu erkunden. Das Straßennetz ist gut ausgebaut und beschildert. Im Sommer verbinden Linienbusse und geführte Superjeep-Touren alle Regionen. Das Befahren des unwegsamen Hochlandes (F-Straßen) ist nur mit geländegängigen 4x4-Fahrzeugen im Sommer gestattet.
Beste Reisezeit: Die beste Reisezeit hängt von den gewünschten Naturerlebnissen ab. Für Straßen-Rundreisen entlang der gesamten Ringstraße, Wandern, lange Tage unter der Mitternachtssonne und Papageientaucher-Sichtungen sind die Sommermonate Juni bis August ideal. Für winterliche Abenteuer mit verschneiten Landschaften, Begehung von Eishöhlen und der Jagd nach magischen Nordlichtern eignen sich die Monate Oktober bis März hervorragend.
Preisniveau: teuer