Der im westlichen Pazifischen Ozean gelegene Inselstaat Palau verzaubert Reisende weltweit als eines der faszinierendsten, vorbildlich geschützten Meeres- und Tropenparadiese unseres Planeten. Das weltberühmte Kronjuwel der Nation bilden die UNESCO-geschützten Rock Islands (Chelbacheb-Inseln): Hunderte von pilzförmigen, dicht bewaldeten Felseninseln aus Kalkstein, die wie smaragdgrüne Edelsteine aus einer schimmernden, türkisblauen Lagune ragen. Ein weltweit einzigartiges Naturwunder verbirgt sich im Inneren einer dieser Inseln: Der Jellyfish Lake (Ongeim'l Tketau), in dem Millionen ungiftiger, goldener Quallen seit Jahrtausenden isoliert schweben und Besuchern ein traumgleiches, völlig gefahrloses Schnorchelerlebnis bieten. Für Taucher gilt Palau schlichtweg als Mekka der Weltmeere: Legendäre Spots wie die 'Blue Corner', der 'German Channel' und die 'Blue Holes' faszinieren mit dramatischen Steilwänden, Großfischen (wie Haien und Manta-Rochen) und intakten Korallengärten. Als weltweiter Pionier im Ökotourismus schützt das Land seine Natur durch das berühmte 'Palau Pledge' – ein Schutzversprechen, das jeder Besucher bei der Einreise direkt in seinen Pass stempelt. Kulinarisch verwöhnt Palau mit fangfrischem Meeresfisch, Red Snapper, Taro, Kokosnuss, Mangos und mikronesisch-asiatischer Fusionsküche. Die Palauer begegnen ausländischen Besuchern mit herzlicher Sanftmut, Offenheit und ehrfurchtsvollem Stolz auf ihren ozeanischen Lebensraum. Ein Aufenthalt in Palau verbindet spektakuläre Unterwasserwelten, unberührte Südsee-Natur und zukunftsweisenden Naturschutz auf unvergessliche Weise.
Geschichte & Kultur
Die Geschichte Palaus reicht über 3.000 Jahre zurück, als malaiisch-polynesische Seefahrer die Inseln besiedelten und eine ausgeprägte matrilineare Gesellschaftsordnung entwickelten, in der Frauen traditionell den Clan-Rat und das Land bestimmen. Ab dem 18. Jahrhundert traten europäische Händler in Kontakt mit den Inseln, gefolgt von der spanischen, deutschen (ab 1899) und japanischen Herrschaft (nach dem Ersten Weltkrieg). Während des Zweiten Weltkriegs erlebte Palau in der Schlacht um Peleliu heftige Kämpfe. Nach Jahrzehnten als UN-Treuhandgebiet unter US-Verwaltung erlangte Palau 1994 seine volle Unabhängigkeit in freier Assoziierung mit den USA. Baukulturell fasziniert das Land durch die traditionellen Versammlungshäuser der Männer (Bai) aus kunstvoll bemaltem und geschnitztem Holz sowie prähistorische Steinmonumente (Badrulchau-Megalithen). Die Kultur pflegt stolz Schnitzkunst (Storyboards) und ozeanisches Gemeinschaftsdenken.
Praktische Reiseinfos
Anreise: Die internationale Anreise nach Palau erfolgt über den Roman Tmetuchl International Airport nahe Koror auf der Insel Babeldaob (IATA-Code: ROR). Regelmäßige Flugverbindungen bestehen über asiatische und pazifische Drehkreuze wie Guam, Manila, Taipei, Tokio und Seoul. Für Staatsbürger der Europäischen Union, der Schweiz und vieler anderer Nationen ist die Einreise bis zu 90 Tage visumfrei mit einem gültigen Pass möglich. Besondere Besonderheit: Bei Ankunft stempeln Besucher das ökologische Schutzversprechen ('Palau Pledge') in ihren Pass, das handschriftlich unterschrieben werden muss.
Vor Ort: Für die Erkundung der atemberaubenden Wasserwelten, Rock Islands und Tauchspots nutzen Besucher motorisierte Ausflugsboote, Katamarane oder Kajaks. Auf der Hauptinsel Babeldaob und der Insel Koror bietet ein Mietwagen die besten Bedingungen, um die Ringstraße, das Kapitol in Ngerulmud und Wasserfälle flexibel zu befahren. Taxis und Hotel-Transfers stehen in Koror bereit.
Beste Reisezeit: Die optimale Reisezeit für Palau erstreckt sich über die kältere und trockenere Hauptsaison von November bis April. In diesen Monaten wehen ausgleichende Passatwinde, es gibt weniger Niederschlag und die Sichtweiten unter Wasser sind absolut brillant – ideal für Taucher, Schnorchler und Bootstouren. Aber auch die Sommermonate sind aufgrund warmen Tropenwassers gut bereisbar.
Preisniveau: teuer