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Sliema dient als das wichtigste kommerzielle und gesellschaftliche Zentrum der stark besiedelten nördlichen Hafenregion auf Malta. Die dynamische, moderne Stadt zieht durch ihre unzähligen Modegeschäfte, großen Einkaufszentren und feinen Restaurants täglich unzählige Gäste an. Eine breite, kilometerlange Promenade säumt die komplett felsige Küste und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Reisende genießen von der Südseite der Halbinsel aus einen unvergleichlichen, grandiosen Panoramablick auf die historische Hauptstadt Valletta. Früher ein beschaulicher Sommerfrische-Ort der maltesischen Elite, hat sich die Gemeinde rasant zu einer pulsierenden Metropole entwickelt. Zahlreiche Passagierfähren und Ausflugsboote starten direkt vom geschäftigen Hafenbecken. Moderne Hochhäuser und elegante viktorianische Stadthäuser wechseln sich im dichten Straßenbild ab. Besucher erleben hier das kosmopolitische, trendige und wirtschaftliche Gesicht der kleinen Mittelmeerinsel.
Reisecharakter
Sliema versprüht eine urbane, internationale und sehr geschäftige Atmosphäre. Ein Spaziergang entlang der Uferstraße offenbart ein dicht bebautes Stadtbild, in dem luxuriöse Apartmentkomplexe und verglaste Bürogebäude dominieren. Der Verkehr ist in der gesamten Stadt fast immer dicht, da der Ort der unangefochtene kommerzielle Magnet der Insel ist. Dennoch finden sich in den kleinen, steilen Quergassen noch die traditionellen Reihenhäuser mit den typischen bunten Holzbalkonen. Die Bevölkerung ist sehr durchmischt und schließt viele Auswanderer und Geschäftsleute aus ganz Europa ein. Abends lockt die milde Meeresbrise Tausende auf die Küstenpromenaden und in die feinen Restaurants.
Geschichte & Kultur
Das kleine Fischerdorf entwickelte sich erst im neunzehnten Jahrhundert rasant, als wohlhabende Einwohner Vallettas begannen, hier elegante Sommervillen zu errichten. Der britische Kolonialeinfluss formte die Straßen und hinterließ prachtvolle viktorianische Fassaden, von denen heute noch viele stehen. Sliema wuchs in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zur ersten Wahl für städtisches Wohnen und Luxuseinkäufe heran. Die kulturelle Identität verschiebt sich hier stärker in Richtung eines modernen europäischen Lebensstils als in den ländlichen Gemeinden Maltas. Das Meer bleibt jedoch der kulturelle Fixpunkt, sei es durch tägliches Schwimmen an den Felsen oder durch ausgiebige Spaziergänge.
Praktische Reiseinfos
Anreise: Die Anreise aus Valletta gelingt am schnellsten und schönsten mit der regelmäßigen Personenfähre über den Hafen Marsamxett. Alternativ verbinden Dutzende von Buslinien Sliema mit der Hauptstadt, dem Flughafen und den nördlichen Stränden. Autofahrer stehen im Stadtzentrum oft im Stau und finden Parkplätze meist nur in den gebührenpflichtigen Parkhäusern der großen Einkaufszentren. Die Küstenstraße bildet die zentrale Verkehrsader.
Vor Ort: Die Stadt lässt sich ideal zu Fuß erkunden, auch wenn die Straßen, die vom Meer wegführen, teils starke Steigungen aufweisen. Die breite Promenade ermöglicht ein barrierefreies Schlendern entlang der gesamten Küste. Taxis und Fahrdienst-Anwendungen sind reichlich vorhanden und für kurze Fahrten nach St. Julian's beliebt. Die Fährterminals bündeln den gesamten Bootsverkehr der Hafenregion.
Beste Reisezeit: Der Frühling und der späte Herbst eignen sich perfekt für Einkaufstouren und lange Erkundungen zu Fuß bei angenehmen Temperaturen. Im Sommer schlägt das Leben an der felsigen Küste voll durch, wenn Sonnenanbeter jeden Quadratmeter der glatten Felsen belegen. Die Winter sind extrem mild und bieten eine ruhigere Kulisse für feines Essen und Museumsbesuche in der Nachbarhauptstadt. Die Promenade ist zu jeder Jahreszeit attraktiv.
Der Tag startet mit einer kurzen Fahrt der Fähre aus Valletta, um die beeindruckende Ankunft im Hafen von Sliema zu erleben. Anschließend erkunden Reisende die luxuriösen Geschäfte im Tigné Point und spazieren um das historische Fort. Nach einem Mittagessen mit Blick auf die Hauptstadt widmet sich der Nachmittag der Fußgängerzone Bisazza. Der Ausflug klingt bei einem Abendessen an der belebten Uferpromenade aus.
Küstenpromenade und Badenhalber Tag
Vormittags spazieren Besucher die gesamte Tower Straße entlang und machen Halt am Unabhängigkeitsgarten, um die farbenfrohen Skulpturen zu betrachten. Zur Mittagszeit laden die antiken Römischen Bäder am Fond Għadir zu einer erfrischenden Abkühlung im tiefblauen Mittelmeer ein. Danach trocknen sich Gäste auf den warmen, flachen Steinen. Ein kühles Getränk in einem der Strandkioske rundet das entspannte Programm ab.
Geschichte und Ballutahalber Tag
Reisende beginnen abseits der Küste mit einem Besuch der historischen Stella Maris Kirche in den traditionellen Gassen der Stadt. Danach führt der Weg hinab zur Promenade und weiter in Richtung Norden bis zur malerischen Balluta Bucht. Dort lassen sich die neogotische Kirche und imposante Jugendstilgebäude bewundern. Die Route verbindet architektonische Perlen mit der frischen Brise des Meeres.