Drachenbaum und Wein in Icod de los Vinos
Kanaren (Teneriffa) · Spanien
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Die Stadt Icod de los Vinos ist ein bedeutendes landwirtschaftliches und kulturelles Zentrum im Norden. Das städtische Bild wird stark von historischen Gebäuden und weiten, gepflegten Plätzen geprägt. Der berühmte uralte Drachenbaum bildet das unumstrittene botanische Wahrzeichen der gesamten Gemeinde. Weinanbau besitzt in den fruchtbaren Hanglagen der Umgebung eine extrem lange Tradition. Zahlreiche kleine Bodegas laden Besucher zur Verkostung der lokalen Weine ein. Das historische Zentrum besticht durch kopfsteingepflasterte Gassen und prächtige kanarische Holzbalkone. Naturliebhaber erkunden die riesigen unterirdischen Lavaröhren in der nahen Umgebung. Kulturelle Einrichtungen bewahren das reiche Erbe der landwirtschaftlich geprägten Bevölkerung. Landwirtschaftliche Nutzflächen reichen teilweise bis dicht an das bebaute Stadtgebiet heran. Milde Temperaturen und feuchte Winde sorgen für eine beständig grüne, üppige Landschaft. Städtische Dienstleistungen versorgen die umliegenden kleineren Dörfer sehr verlässlich. Einheimische pflegen ihre Traditionen bei zahlreichen Festen rund um die lokale Weinlese.
Bürgerlicher Stolz auf die reiche Geschichte ist an jeder aufwendig restaurierten Fassade spürbar. Landwirtschaftliche Beschaulichkeit bestimmt den unaufgeregten, alltäglichen Rhythmus der Bewohner. Der Geruch von feuchter Vegetation mischt sich oft mit dem Duft der umliegenden Weinkeller. Steile Gassen verleihen Spaziergängen durch das Zentrum einen sehr sportlichen Charakter. Kühle Winde vom Atlantik sorgen an den meisten Tagen für eine sehr erfrischende Atmosphäre. Kleine, schattige Plätze laden unter großen Bäumen zum entspannten, stundenlangen Verweilen ein.
Dichte Wälder und reiche Wasserquellen zogen die frühen spanischen Siedler in dieses fruchtbare Tal. Zuckerrohranbau bildete die erste, extrem lukrative wirtschaftliche Basis nach der Eroberung. Weinbau ersetzte das Zuckerrohr später und bescherte der Region über Jahrhunderte enormen Reichtum. Historische Herrenhäuser zeugen noch heute deutlich von der damaligen wirtschaftlichen Bedeutung. Sakrale Kunst in der großen Kirche San Marcos unterstreicht die tiefe historische Religiosität. Der Drachenbaum wurde bereits von den Ureinwohnern als heiliger Ort intensiv verehrt. Lokale Feste zur Weinernte binden die Gemeinschaft heute noch extrem fest zusammen. Vulkanische Ausbrüche formten die gewaltigen Höhlensysteme unterhalb der heutigen städtischen Bebauung.
Icod de los Vinos — 28.3722, -16.7119 · In Google Maps öffnen